Wie können Sie sorglos die Zeit genießen?

Der Notfall sollte Sie - auch in rechtlicher Hinsicht - nie unvorbereitet treffen. Eine plötzliche Krankheit oder ein Unfall können nicht nur zu wesentlichen Veränderungen in der allgemeinen persönlichen Lebensgestaltung führen. Sie können auch zur Folge haben, dass man seine persönlichen Angelegenheiten rechtlich nicht mehr selbst regeln kann und auf die Mitwirkung anderer angewiesen ist. Der nächste Verwandte bzw. der Ehegatte oder der Lebensgefährte kann in solchen Situationen nicht automatisch für Sie handeln und entscheiden. Das Gesetz sieht vielmehr vor, dass in einem solchen Fall ein Betreuer zu bestellen ist, der unter der Aufsicht des Betreuungsgerichts steht. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Ihre vertraute Privatsphäre gewahrt bleibt, ist es ratsam für solche Fälle eigene Vorsorge zu treffen.

Vorsorgevollmacht

Die Vorsorgevollmacht umfasst Entscheidungen bezüglich der finanziellen und wirtschaftlichen Angelegenheiten sowie den persönlichen Bereich, wie Gesundheitsfürsorge, Regelungen über Aufenthaltsort (Einweisung in Krankenhaus oder Pflegeheim), Recht für den Bevollmächtigten zur Einsicht in Krankenakten, Mitbestimmung in Fragen der Heilbehandlung etc. Durch eine Vorsorgevollmacht erhält der Bevollmächtigte, der das Vertrauen des Vollmachtgebers genießen muss, ein Entscheidungsrecht in allen persönlichen, aus dem Notfall heraus entstehenden Angelegenheiten, wie es dem Vollmachtgeber zustünde.

 

Jede Vorsorgevollmacht sollte im zentralen Vorsorgeregister (ZVR) registriert werden, damit die von Ihnen bevollmächtigten Personen im Fall der Fälle auch schnellstens benachrichtigt werden können. Als Dokumentation Ihrer Registrierung erhalten Sie Ihre persönliche ZVRCard im Scheckkartenformat, auf der bis zu zwei bevollmächtigte Vertrauenspersonen mit Namen und Telefonnummer vermerkt werden.

 

Wichtig ist auch, die Zusammenarbeit von Vollmachtgeber und Bevollmächtigtem klar zu vereinbaren. Die richtige Basis hierfür ist der Geschäftsbesorgungsvertrag. Auch hier kommt es auf lupenreine, juristisch eindeutige und wasserdichte Regelungen an, die gewährleisten, dass der Wille des Vollmachtgebers möglichst "eins zu eins" umgesetzt wird.

Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung können Wünsche zur medizinischen Behandlung für den Fall geäußert werden, in dem ein Zustand der eigenen Entscheidungsunfähigkeit vorliegt. Da Erklärungen nur schwer so genau zu formulieren sind, dass sie mit dem Arzt in der konkreten Situation die Entscheidung genau vorgeben, ist es wichtig, dass die Patientenverfügung durch eine Vorsorgevollmacht ergänzt wird. Denn der Bevollmächtigte ist dann in der Lage, den in der Patientenverfügung niedergelegten Willen gegenüber den Ärzten durchzusetzen. Die Pateientenverfügung sollte grundsätzlich gemeinsam mit dem Hausarzt oder zumindest nach Beratung durch den Hausarzt erstellt werden.

 

Zu empfehlen ist die Kombination von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in einer notariellen Urkunde. Dadurch wird für rechtssichere Formulierungen gesorgt, für Gewissheit über Ihre Identität und Ihre Geschäftsfähigkeit zum Zeitpunkt der Vollmachtserteilung. In zahlreichen rechtlich bedeutsamen Angelegenheiten ist die notarielle Form ohne gesetzlich vorgeschrieben.

Pflegeheimplatz

Viele pflegebedürftige Menschen versuchen einen Pflegeheimaufenthalt nicht nur wegen der Aufgabe ihres gewohnten Lebensumfelds und ihrer Selbstständigkeit zu vermeiden, sondern schrecken insbesondere vor den finanziellen Konsequenzen zurück. Über die Höhe des Einkommens- und Vermögenseinsatzes (ggf. auch für unterhaltspflichtige Angehörige) und die Finanzierungsmöglichkeiten herrschen jedoch vielfach noch bis zum Zeitpunkt, in dem ein Heimaufenthalt erforderlich wird, Unkenntnis, so dass im Erwerbsleben oft mühselig aufgebaute Vermögen verbraucht wird. Dies kann in vielen Fällen durch rechtzeitige Vorsorgemaßnahmen verhindert werden.

Nachfolge- und Erbschaftsplanung

Damit Sie Ihren persönlichen Zielen bis zuletzt in Ruhe nachgehen und einen erfüllenden Lebensabend verbringen können, sollten Sie rechtzeitig Vorbereitungen zur Nachfolge- und Erbschaftsplanung treffen. Sich mit dem Ableben zu beschäftigen, fällt den meisten Menschen zwar nicht leicht, kaum ein persönlicher Bereich bedarf jedoch einer so genauen Vorbereitung. Ungenügende oder fehlende testamentarische Regelungen können zu jahrelangen Streitigkeiten zwischen den Erben führen. Kaum etwas kann Familien dauerhafter entzweien, Geschwister zu erbitterten Feinden machen oder scheinbar geordnete Verhältnisse gründlicher durcheinander bringen als ein Nachlass, über den nichts oder das Falsche verfügt wurde.

 

Erbfälle können außerdem eine erhebliche Steuerbelastung nach sich ziehen, die letztlich auch das Vermögen oder Lebenswerk an sich gefährden. Deshalb sollte jeder, der etwas zu vererben hat, seine Nachfolge sinnvoll organisieren und sich sehr genau überlegen, was dabei alles geregelt werden muss. Bei vielen Menschen besteht dabei die Befürchtung etwas falsch zu machen und sich in den komplizierten Gesetzen, die es in Deutschland gibt, nicht zurechtzufinden. Tatsächlich sind sehr viele aller privat aufgesetzten Testamente fehlerhaft. Um diesem Problem vorzubeugen, helfe ich Ihnen als spezialisierter Rechtsanwalt, der ganzheitlich plant und mit Ihnen eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösung entwickelt.

 

Erbschaftssteuern, Alternativen zum Testament und Enterben sind dabei genauso Thema wie das Übertragen von Vermögen zu Lebzeiten oder das Erbrecht bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften. Wichtig ist ebenfalls die Versorgung des überlebenden Ehepartners, Betreuung und Vorsorge für minderjährige Erben, Konfliktvermeidungsstrategien für Erbengemeinschaften, Strategien zur Optimierung der Nachlassabwicklung sowie steuerliche und sozialrechtliche Auswirkungen der Gestaltungsalternativen.

 

Im Bereich der Unternehmen ist die rechtzeitig und strategisch geplante Nachfolge zur Sicherung des Unternehmensbestandes von entscheidender Bedeutung.

 

Für die oft unterschiedlichen Interessen in sog. Patchwork-Familien gilt es, besonders sorgfältig die familien- und erbrechtlichen Zusammenhänge und wirtschaftlichen Verhältnisse aufzuklären und optimierte Lösungen zu entwickeln.

 

Auch die Adoption Erwachsener und Vermögensübertragungen zu Lebzeiten beziehe ich in die Überlegungen in der Beratung mit ein. Zunehmend an Bedeutung gewinnt die Frage, welche Sicherungen zu Gunsten eines behinderten oder verschuldeten Erben getroffen werden können.


Meine Beratungskompetenz in diesem großen Bereich habe ich an der European Business School (EBS) mit dem ergänzenden Studium „estate-planing“ (Nachfolgeplanung) erheblich erweitert.
 

Jürgen Peetz
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Familienrecht

AnwaltMediator (DAA)

Notar (1992 bis 2014)


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